Europas Mobilitätsbegleiter.
Weit mehr als nur Pannenhilfe!
Der Verkehrsgerichtstag (VGT) ist ein Kongress, den der gleichnamige Verein Deutscher Verkehrsgerichtstag e.V. veranstaltet. Dieses Symposium findet seit 1963 alljährlich in der letzten Januarwoche in Goslar statt. Der ACE ist seit 1972 Mitglied.
Auf der Tagung beraten Verkehrsjuristinnen und -juristen sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Vereinen – darunter der ACE Auto Club Europa – juristische Sachverhalte, Präzedenzfälle und Entwicklungen rund um die Themen Verkehr, Sicherheit und Recht. Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hat von Beginn an große Beachtung gefunden. Seine Ergebnisse und Empfehlungen – besonders zur Erhöhung der Verkehrssicherheit – flossen vielfach in Gesetze, Verordnungen, Vorschriften und Gerichtsurteile ein.
Anlässlich des 64. Verkehrsgerichtstags vom 28. bis 30. Januar 2026 in Goslar hat der ACE Auto Club Europa Stellungnahmen zu drei Arbeitskreisen verfasst, die den juristischen Herausforderungen immer anspruchsvoller werdender Mobilitätsbedürfnisse zur Klärung verhelfen sollen.
Sind Rad- oder Pedelecfahrende alkoholisiert, ohne dass dies zu Ausfallerscheinungen führt, machen sie sich erst ab einem Promillewert von 1,6 wegen Trunkenheit im Verkehr strafbar. Eine Bußgeldregelung gibt es allerdings nach wie vor nicht. Der ACE sieht hier dringenden Handlungsbedarf, weil Alkoholunfälle bei Fahrrad und Pedelec in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen haben – während sie bei vielen anderen Verkehrsmitteln eher rückläufig sind.
Im Mittelpunkt steht für den ACE eine rechtssichere, verhältnismäßige Zwischenstufe zwischen „straflos“ und „strafbar“.
Was fordert der ACE konkret?
Das Bundesverkehrsministerium plant eine umfassende Reform der Fahrausbildung, die den Weg zum Führerschein kostengünstiger machen soll. Der ACE begrüßt, dass der Führerscheinerwerb bezahlbarer werden soll, warnt aber klar: Kosten reduzieren darf nicht bedeuten, Sicherheit und Ausbildungsqualität zu senken.
Der Führerschein ist gerade für viele junge Menschen entscheidend für Teilhabe und Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig sind 18- bis 24-Jährige eine Hochrisikogruppe im Unfallgeschehen.
Was fordert der ACE konkret?
Wer Verkehrstote und Schwerverletzte im Sinne der Vision Zero wirksam reduzieren will, braucht eine Datengrundlage, die Ursachen und Folgen verlässlich abbildet. Die Vision Zero ist zentral für den ACE, daher unterstützt er Reformen, die die Unfallstatistik präziser, schneller nutzbar und zukunftsfähig machen.
Was fordert der ACE konkret?
>> Ausführliche ACE-Stellungnahme zum AK VII
Der ACE bewertet die Empfehlungen der drei Arbeitskreise „Alkoholisiert auf Fahrrädern und Pedelecs“, „Überhöhte Anforderungen bei der Führerscheinprüfung?“ und „Mehr Verkehrssicherheit durch aussagekräftigere Unfalldaten“ des 64. Deutschen Verkehrsgerichtstags überwiegend positiv. Viele der beschlossenen Punkte greifen zentrale ACE-Forderungen auf.